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Archive for Februar 2013

Julia Franzen hat von ihrer Reise neue Bilder (v. a. von den Feierlichkeiten zu Barabaras silbernem Priesterjubiläum) mitgebracht:

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Reisebericht von Julia Franzen

Von 28. November bis 17. Dezember war ich mittlerweile zum dritten Mal bei Barabara in Ololkirikirai zu Besuch. Der Anlass meiner Reise war dieses Mal das 25 jährige Priesterjubiläum von Barabara. Obwohl der Dezember eine eher ungünstige Zeit zum Reisen für mich ist (es herrscht Hochbetrieb auf der Uni), entschied ich mich trotzdem dazu, Barabaras Einladung zu folgen und mir die Feierlichkeiten nicht entgehen zu lassen.

Nachdem ich einige Tage in Nairobi verbracht hatte, holte mich Barabara ab und wir machten uns auf den Weg nach Ololkirikirai. Dort angekommen, konnte ich mich sofort nützlich machen und der Jugend der Gemeinde helfen, die Jubiläumsmesse und das Fest für Barabara vorzubereiten. 200 Luftballons, die ich mitgebracht hatte, bereiteten der Jugend große Freude. Die Kirche und die Missionsstation konnten damit wunderschön dekoriert werden.

Am Sonntag, den 2.12. war es schließlich soweit, die Jubiläumsfeier konnte beginnen. Ab 8 Uhr morgens trafen immer mehr Festgäste ein und als um ca. halb 11 die Messe begann, war das Gelände voll mit Menschen, die gekommen waren, um Barabara zu feiern. Ich versuchte Barabaras österreichische Freunde zu repräsentieren, indem ich mein Dirdl trug (auch trug ich es, weil ich bei meinem letzten Besuch einigen Mädchen versprochen hatte mein traditionelles österreichisches Kleid bei meinem nächsten Besuch mitzubringen).

Nach einer spektakulären und langen Messe, die mit viel Gesang und Tanz gefeiert wurde, wurde gegessen. Schon am Tag davor hatten viele Frauen begonnen Gemüse zu schneiden, Kartoffel zu schälen und alles andere vorzubereiten. Auch einige Schafe, die Geschenke für Barabara waren,  mussten ihr Leben lassen und wurden zur großen Freude der Festgäste verspeist. An diesem Tag blieb niemand hungrig.

Am Nachmittag wurden dem Jubilar seine Geschenke überreicht und die Gäste hatten die Möglichkeit, ihm persönlich zu gratulieren. Auch dabei wurde viel gesungen und getanzt. Bis schließlich alle Gruppen (Pfarrgemeinderat, Jugend, Frauen der Gemeinde, usw.) gratuliert hatten, waren Stunden vergangen und der Tag neigte sich langsam dem Ende zu. Einige Feierwütige tanzten noch bis in die späte Nacht hinein. Der Jubilar verabschiedete sich aber schon früher beendete eine langen, anstrengenden Tag, der jedoch sehr viel Freude und Dankbarkeit gebracht hatte.

Nach den Feierlichkeiten verbrachte ich noch einige Tage in Ololkirikirai. Ich nutzte die Zeit, um alte Bekannte zu besuchen. Leider war die Schule während meines Besuches aufgrund von Ferien geschlossen. Bei meinem letzten Besuch hatte ich einen Großteil meiner Zeit in der Schule verbracht und mich von den kleinen, in rot gekleideten Zwergen unterhalten lassen. Trotzdem hatte ich wieder eine wundervolle Zeit in Ololkirikirai.

Eine Woche nach der Feier machten Barabara und ich uns auf den Weg nach Nairobi, um auch in Ngong sein Priesterjubiläum zu feiern. Dort feierten wir drei Messen hintereinander und machten uns am späten Nachmittag schließlich auf den Weg nach Tansania, um auch mit Barabaras Familie zu feiern.

Die Vorbereitungen für das Fest waren bei unserer Ankunft schon in vollem Gange. Freunde und Verwandte von Barabara waren damit beschäftigt den Ort, an dem er aufgewachsen war, in einen Festplatz zu verwandeln, mbege (Bananenbier) zu brauen und alles für die Ankunft der Festgäste vorzubereiten. Ich hatte in dieser Zeit die Möglichkeit Barabaras Eltern, Geschwister und alle möglichen anderen Verwandten kennenzulernen. Alle empfingen mich mit offenen Armen und taten alles, um den Aufenthalt für mich unvergesslich zu machen. Ich konnte viele neue Eindrücke sammeln und der Anblick der vielen Bananen (sie waren überall, soweit das Auge reichte) war umwerfend.

Nach Tagen der Vorbereitung war schließlich auch hier der Tag der Jubiläumsfeier gekommen. Erst wurde eine wunderschöne Messe in der Kirche für Barabara und eine Schwester, die auch ihr 25 jähriges Jubiläum feierte, gehalten. Dafür waren auch viele Mitbrüder Barabaras aus Kenia angereist. Unter ihnen war auch Fr. Gilbert, der Kaplan aus Ololkirikirai.

Anschließend an die Messe fuhren wir alle zu Barabaras Zuhause, um dort weiterzufeiern. Das Festzelt war fertig aufgebaut alles für unsere Ankunft bereit. Trotzdem kamen zu viele Menschen, um alle dort unterzubringen. Aber auch darauf waren alle vorbereitet und alles verlief ohne Komplikationen. Das große Highlight des Festes war der „Kuchen“, den Barabara geschenkt bekam. Nachdem mir meine Sitznachbarn gesagt hatten, ich solle die Kamera bereit halten, um den Kuchen zu photographieren, war ich doch etwas überrascht, als anstelle eines herkömmlichen Kuchens eine gebratene Ziege serviert wurde. Der Anblick war spektakulär: eine ganze, gebratene Ziege auf einem Tablett mit vollständig erhaltenem Kopf, der noch mit dem Fell bezogen war. Barabara schnitt die Ziege an und seine Eltern und Mitbrüder bekamen kleine Stücke serviert. Danach wurde das richtige Buffet eröffnet.

Auch hier wurde dem Jubilar nach dem Essen gratuliert und Geschenke wurden überreicht. Danach gab es reichlich Bananenbier und es wurde getanzt. Wie schon in Ololkirikirai hielten die Gäste lange durch und wurden des Feierns nicht müde.

Am nächsten Tag wurde auch im Hause der Schwester, die auch ihr Jubiläum feierte, eine Messe gehalten und danach noch gefeiert.

Tags darauf musste ich das „Land der Bananen“ leider wieder verlassen und Barabara und ich machten uns wieder auf den Weg nach Nairobi. Dort verbrachte ich noch zwei Tage bis ich mich dann schweren Herzens wieder auf den Weg nach Österreich machen musste. Was mir blieb waren unvergessliche Erinnerungen und Fotos, Freude darüber, mich zu dieser Reise entschieden zu haben und der Entschluss bald wiederzukommen.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich vor meiner Abreise beim Sammeln von Kleidung, Medikamenten, Taschenlampen und noch vielem mehr für die Missionsstation unterstützt haben. Die Freude von allen, vor allem den Krankenschwestern, war wie immer groß.

Alle Briefe und Geschenke sind heil in Ololkirikirai angekommen. Die Sachen, die mir für Schulpatenkinder mitgegeben wurden konnte ich, aufgrund der Schulferien, nicht persönlich verteilen. Ich erhielt aber Mitte Jänner ein E-Mail von Fr. Gilbert in dem er mir berichtete, dass alle Kinder mittlerweile ihre Geschenke erhalten haben.

Barabara ist sehr dankbar für die Unterstützung, die er aus Österreich erhalten hat und freute sich sehr über die Briefe, die er anlässlich seines Jubiläums erhalten hat.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Barabara bedanken, der mir mittlerweile zu dritten Mal eine wunderschöne Reise organisiert hat und mir immer das Gefühl gegeben hat willkommen zu sein! Die erlebte Zeit bleibt unvergesslich.

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Heute kamen die Katechist/innen in Ololkirikirai zusammen, um sich gemeinsam auf den Beginn der Fastenzeit einzustimmen. Diese Schweigeexerzitien enden am Aschermittwoch, die Katechist/innen werden dann mit der gesegneten Asche in ihre Stationen ausgesandt. Barabara geht es soweit gut, die Arbeit wird nicht weniger.

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